Jitsi Meet als Linux-Alternative zu Zoom
Aktualisiert am
Unser Fazit
Jitsi Meet ist ein solider Ersatz für Zoom, wenn Sie Privatsphäre und Open‑Source‑Software gegenüber ausgefeilten Unternehmensfunktionen priorisieren. Es unterstützt HD‑Video, Bildschirmfreigabe und Chat zuverlässig, ohne dass Konten oder Abonnements nötig sind. Allerdings fehlt die integrierte Cloud‑Aufnahme von Zoom sowie erweiterte Webinar‑Werkzeuge. Für kleine bis mittlere Teams oder Einzelpersonen, die selbst hosten können oder öffentlichen Servern vertrauen, funktioniert es gut. Wenn Sie auf automatische Cloud‑Speicherung von Meetings oder komplexe Teilnehmerverwaltung angewiesen sind, müssen Sie Drittanbieterlösungen implementieren oder die Einschränkungen akzeptieren.
- Lizenz
- Apache-2.0
- Preis
- Kostenlos
- Aktuelle Version
- 2026.8.0 (4. August 2026)
- Bewertung
- —

Was gleich funktioniert
- HD‑Video‑ und Audio‑Konferenzen mit modernen Codecs
- Bildschirmfreigabefunktionen für Präsentationen
- Chat‑ und Dateifreigabe während des Meetings
- Plattformübergreifende Kompatibilität über Webbrowser und native Clients
Was anders ist
- Keine integrierte Cloud‑Aufnahme; erfordert serverseitige Einrichtung oder Drittanbieter‑Tools
- Kein dedizierter Webinar‑Modus mit rollenbasierten Teilnehmerkontrollen
- Abhängig von der Serverleistung bei großen Gruppen statt verwalteter Cloud‑Infrastruktur
- Fehlt Zooms umfangreichen Marktplatz für Drittanbieter‑App‑Integrationen
Ihre Zoom-Dateien öffnen
Jitsi Meet öffnet oder exportiert keine Zoom‑spezifischen Dateiformate, da Zoom kein proprietäres Dateiformat für Meeting‑Daten verwendet. Meeting‑Aufnahmen werden in der Regel als Videodateien (MP4) oder Transkripte (PDF/DOCX) in Zooms Cloud gespeichert. Wenn Sie lokale Zoom‑Aufnahmen besitzen, können Sie diese in jedem gängigen Videoplayer abspielen. Es gibt keinen direkten Migrationspfad für Dateien, weil die Daten an das Backend des Dienstes gebunden sind, nicht an die Client‑Anwendung.
Von Zoom zu Jitsi Meet wechseln – Schritt für Schritt
- Installieren Sie Jitsi Meet aus dem Repository Ihrer Linux‑Distribution oder von Flathub
- Wählen Sie einen Jitsi‑Server (öffentlich wie meet.jit.si oder selbstgehostet für mehr Privatsphäre)
- Teilen Sie die Meeting‑URL mit den Teilnehmenden anstelle von Zoom‑Links
- Konfigurieren Sie die Berechtigungen für die Bildschirmfreigabe in Ihrem Browser, falls Sie den Web‑Client nutzen
- Richten Sie eine Aufnahmelösung ein, wenn Sie zuvor auf Zoom‑Cloud‑Aufnahmen angewiesen waren
Wichtige Funktionen von Jitsi Meet
- Stellt eine Verbindung zu jeder Jitsi-Installation her, einschließlich selbst gehosteter Server
- Kein Konto erforderlich, um an Besprechungen teilzunehmen oder diese zu leiten
- Unterstützt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für erhöhte Sicherheit
- Hochwertige Audio- und Videoübertragung über Opus, VP8, VP9 und AV1
- Passwortgeschützte Räume für private Besprechungen
- Kompatibilität mit Webbrowsern ermöglicht Teilnahme ohne Installation von Software
- Unterstützung benutzerdefinierter URLs für leicht zu merkende Besprechungslinks
- Unbegrenzte Teilnehmerzahl, lediglich durch Serverressourcen begrenzt
Jitsi Meet unter Linux installieren
flatpak install flathub org.jitsi.jitsi-meetHäufige Fragen
Muss ich ein Konto besitzen, um Jitsi Meet zu nutzen?
Nein. Sie können Meetings hosten oder teilnehmen, ohne ein Konto zu erstellen. Sie erzeugen einfach eine eindeutige Raum‑URL und teilen diese mit den Teilnehmenden.
Wie bewältigt Jitsi Meet große Meetings im Vergleich zu Zoom?
Jitsi Meet hat keine künstlichen Nutzerlimits, aber die Leistung hängt von der Hardware und Bandbreite Ihres Servers ab. Zooms Cloud‑Dienst verwaltet diese Infrastruktur für Sie, während Sie bei Jitsi selbst sicherstellen müssen, dass Ihr Server die Last tragen kann.
Ist Jitsi Meet sicher?
Ja. Die Kommunikation ist standardmäßig verschlüsselt, und experimentelle Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung ist verfügbar. Da es Open‑Source ist, kann der Code geprüft werden, was vielen Nutzern gegenüber proprietären Black‑Box‑Systemen lieber ist.