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Keyd

Keyd ist ein leichtgewichtiger Tasten-Umbelegungs-Daemon für Linux, der in seiner Funktion AutoHotkey für Windows ähnelt.

Open SourceKostenlos
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Lizenz
GPL-3.0
Aktuelle Version
2.6.0

Was ist Keyd?

Keyd ist ein Userspace-Daemon, der Tastatureingaben abfängt und es ermöglicht, Tasten neu zuzuweisen, Ebenen zu erstellen und komplexe Tastenkombinationen zu definieren. Das Projekt existiert seit mehreren Jahren im Linux-Ökosystem und ist für Arch, Debian und openSUSE paketiert, was auf eine gewisse Reife und Unterstützung durch die Community hinweist. Das Projekt wird weiterhin gepflegt, zielt jedoch nicht darauf ab, eine vollwertige Skripting-Engine wie AutoHotkey zu sein; stattdessen konzentriert es sich auf die Tastenumsetzung und einfache Makros.

Keyd richtet sich an fortgeschrittene Anwender, die präzise Kontrolle über ihre Tastaturbelegung wünschen, ohne umfangreiche Skripte schreiben zu müssen. Es eignet sich gut für Nutzer von ergonomischen Tastaturen, Gaming-Setups oder mehrsprachigen Tastaturen. Da es als systemd-Service läuft, gelten die Änderungen systemweit und bleiben über Sitzungen hinweg erhalten.

Im Vergleich zu AutoHotkey wirkt Keyd minimalistischer: Sie definieren Zuordnungen in einer einfachen Textkonfigurationsdatei anstelle einer Skriptsprache, und es gibt keine integrierte grafische Benutzeroberfläche. Die Einstiegshürde ist höher, wenn bedingte Logik erforderlich ist, doch für reine Tastenumbelegungen ist es schneller und leichter als die Windows-Implementierung von AutoHotkey.

Ideal für: Anwender, die zuverlässige, systemweite Tastenumbelegungen ohne den Overhead einer vollwertigen Skripting-Engine benötigen.

Wichtige Funktionen von Keyd

  • Systemweite Tastenumbelegung über eine einfache Konfigurationsdatei
  • Unterstützung für Ebenen zur kontextabhängigen Zuordnung
  • Unterstützung für Modifizierertasten und Tastenkombinationen
  • Läuft als systemd-Service für dauerhafte Anwendung
  • Funktioniert mit jeder X11- oder Wayland-Sitzung
  • Geringe CPU- und Speicherbelastung

Vorteile

  • Sehr leichtgewichtig und schnell
  • Funktioniert unabhängig von der Desktopumgebung
  • Konfigurationsdateien einfach versionsverwaltbar
  • Keine grafische Oberfläche nötig, passt gut in Dotfiles-Workflows

Nachteile

  • Keine integrierte Skriptsprache für komplexe Logik
  • Die Konfigurationssyntax kann für Anfänger knapp erscheinen
  • Fehlender visueller Editor oder Debugger

Windows-Programme, die Keyd ersetzt

Keyd unter Linux installieren

Debiansudo apt install keyd
Arch / Manjarosudo pacman -S keyd
openSUSEsudo zypper install keyd

Tipps für Windows-Umsteiger

AutoHotkey-Skripte können nicht direkt verwendet werden; Sie müssen diese in die Keyd-Tastenbelegungssyntax umschreiben. Beginnen Sie damit, die am häufigsten verwendeten Tastenkombinationen aufzulisten und diese als einfache "von → zu"-Zeilen in ~/.config/keyd/default.conf umzusetzen. Aktivieren Sie den Dienst mit "systemctl --user enable --now keyd" und testen Sie Änderungen mit "keyd reload". Rechnen Sie damit, dass einige bedingte Funktionen von AutoHotkey nicht verfügbar sind; verwenden Sie gegebenenfalls ein separates Werkzeug für solche Fälle.

Keyd: häufige Fragen

Wie kann ich Keyd nach einer Änderung der Konfiguration neu laden?

Führen Sie "keyd reload" aus oder starten Sie den systemd-Benutzerdienst mit "systemctl --user restart keyd" neu.

Kann Keyd unter Wayland verwendet werden?

Ja, Keyd funktioniert mit Wayland-Compositoren, die die libinput-Schnittstelle unterstützen.

Wo befindet sich die Standard-Konfigurationsdatei?

Die Hauptdatei ist ~/.config/keyd/default.conf; systemweite Standardeinstellungen können sich in /etc/keyd/ befinden.

Gibt es eine grafische Benutzeroberfläche für Keyd?

Nein, Keyd wird ausschließlich über Textdateien konfiguriert.

Aktualisiert am